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Was will ich wirklich?

„Dem Schiff ohne Ziel weht nie der richtige Wind.“

Wissen, wohin es gehen soll, erleichtert das Setzen von Prioritäten und die Ausrichtung der persönlichen Ressourcen auf ein Ziel.

Wer nicht weiß, was seine tiefen Bedürfnisse sind, ist vieleicht sehr aktiv um Befriedigung im Leben zu erfahren, sein Handeln kommt jedoch einem hektischen „an der Oberfläche herumwischen“ gleich. Den Handlungen fehlt die Richtung.

Ziele und Bedürfnisse erfahren meint bei dieser Übung nicht die Bilder, wie sie aus manchen Zielformulierungen von Mentaltrainings bekannt sind, zum Beispiel: „ein zweistöckiges weißes Haus mit schwarzen Dachziegeln am Hang mit Blick auf ein malerisches Flusstal mit herrlich duftenden Obstbäumen“.

Natürlich können auch sehr konkrete Bilder aufsteigen – in der Regel geht es jedoch um Richtungen wie zum Beispiel: „Ich möchte in meinem Leben mehr musizieren.“, „Mir ist es wichtig, meine Kinder beim Aufwachsen intensiv zu begleiten.“ oder „Ich möchte Menschen zusammenbringen.“.

Die Aufbereitung der Wünsche, nämlich wie diese Ziele erreicht werden können, hat dann eher mit bewußter Gedankenarbeit zu tun.

Bei dem Wunsch mehr zu musizieren, könnten dabei folgende Überlegungen geschehen:

  • Ich möchte mehr musizieren.
  • Ich habe jetzt jedoch keine Zeit dafür übrig.
  • Ich könnte diese oder jene Freizeitaktivität lassen.
  • Oder ich arbeite weniger.
  • Den Verdienstausfall könnte ich verkraften.
  • Wenn ich ihn nicht verkraften möchte, könnte ich schauen, wie ich mit weniger Arbeitszeit als bisher genausoviel einnehmen kann.
  • Oder ich beginne, mein Musizieren so auszubauen, daß ich damit Geld verdienen kann.

Das Herausarbeiten mehrerer Lösungsmöglichkeiten bietet dabei den Vorteil, daß die Umsetzung im wahren Leben entspannter verlaufen kann. Wenn es an einer Stelle (Arbeit suchen, die in weniger Zeit genausoviel Verdienst einbringt) stockt, kann man derweil an anderer Stelle (Musizieren zum Geldverdienen ausbauen) weiterarbeiten.

Die folgende Übung nutzt die Intelligenz des Unterbewußtseins, genauer die Fähigkeit, daß wir unerledigte Dinge des Tages in der Nacht weiterbearbeiten.

Den größten Erfolg erzielst Du damit, wenn Du sie 4 bis 6 Wochen lang regelmäßig durchführst.

Erzwinge nicht zu früh konkrete Lösungen und widerstehe dem Drang, die auftretenden Gedanken und Bilder zu bewerten. Schon allein das bewußte Wahrnehmen Deiner Bedürfnisse und der Antworten aus Deinem Inneren richtet Deinen Geist neu aus und läßt Dich in Zukunft neue Möglichkeiten erkennen und ergreifen.

Übung
Deponiere abends Schreibzeug in Reichweite des Bettes, am Besten ein kleines Heftchen. Direkt vor dem Einschlafen lege Deine Handflächen auf Deinen Körper, dorthin wo es Dir im Augenblick am angenehmsten ist und atme etwa 5 mal tief ein und aus.

Dann frage, laut oder in Gedanken, auf jeden Fall jedoch deutlich:

* Was will ich wirklich?
* Was will ich wirklich?
* Was will ich wirklich?
* Was will ich wirklich?
* Was will ich wirklich?
* Was will ich wirklich?
* Was will ich wirklich?
* Was will ich wirklich?
* Was will ich wirklich?
* Was will ich wirklich?

Schreibe die Gedanken oder Träume die Dir dazu kommen auf – direkt danach, nachts oder am nächsten Morgen.