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Warum Sinn?

Was bringt mir das?

Bitte sag mehrmals laut vor Dich hin: „Das hat doch alles keinen Sinn“.

Was spürst Du dabei? Hast Du das Gefühl, daß Deine Lebenskraft steigt?

Wenn ich diesen Satz vor mich hinsage, habe ich den Eindruck, meine Kraft fließt mir davon. Ich fange an zusammenzusinken und mich so richtig mies zu fühlen. Wenn ich dagegen über etwas nachdenke und mir sage: „Das ist wirklich sinnvoll“, habe ich das Gefühl, mein Körper richtet sich, ohne mein bewußtes Zutun auf.

Falls Du die Ãœbung vorhin überlesen hast oder vorhin nichts gespürt hast, mach sie jetzt (noch) einmal.

Ich habe den Eindruck, Sinn gibt mir Kraft und Lebensenergie. Wenn ich etwas als sinnvoll betrachte fällt es mir leichter, dafür etwas zu tun. Betrachte ich es als sinnlos, komme ich mir vor, als hätte ich Blei in meinen Schuhen.

Noch deutlicher wird das bei den Beobachtungen, über die Viktor E. Frankl berichtet: Über seine Mitgefangenen in deutschen Konzentrationslagern meint er: Diese Lager hätten vor allem die Menschen überlebt, die einen Sinn im Überleben gesehen hätten. Und Sinn ist da etwas, was größer ist, als der entsprechende Mensch selbst.

Sinn als Antrieb
Dabei ist die Antwort auf die Frage: „Was ist sinnvoll?“, sehr individuell.

Manchem ist die Sorge um seine engere Familie und die gehobene Ausbildung seiner Kinder soviel wert, daß er dafür stiehlt und betrügt. Anderen geht gerade Ehrlichkeit über alles.

Im Fernsehen können wir mitunter Menschen sehen, die in Krisengebieten Hilfe leisten. Sie riskieren ihr Leben und ihre Gesundheit und berichten von den Erfolgen ihrer Arbeit mit leuchtenden Augen. Was treibt sie dazu? Das Gefühl, etwas Sinnvolles zu tun?

Was treibt Dich dazu, Risiken einzugehen, Dich zu engagieren an Stellen, wo Du eigentlich keinen direkten Gewinn erwarten kannst?

Sinnzusammenhang herstellen
Sichtbar wird auf jeden Fall: Wir können uns zum Handeln motivieren, indem wir einen Sinnzusammenhang herstellen. Wenn Du das nächste Mal eine ungeliebte Tätigkeit absolvieren mußt, fällt Dir das vieleicht leichter, wenn Du diese in einen größeren Zusammenhang stellst.

Das Warten an einer roten Ampel kannst Du Dir versüßßen, indem Du Dir Deine Vorbildwirkung für Kinder ins Bewußtsein rufst. Denn zumindest für diese macht ja eine rote Ampel an einer belebten Straße Sinn, da kleinere Kinder Geschwindigkeiten noch nicht abschätzen können. Durch die Ampel erhalten Sie ein klares Signal, wann sie gefahrlos die Straße überqueren können.

Wenn in Deinem inneren Wertesystem das Überleben kleiner Kinder einen hohen Stellenwert einnimmt, kannst Du in Zukunft aus der Herausforderung mit der roten Ampel gestärkt und erhobenen Hauptes herausgehen.

Dabei hat diese Situation ja durchaus auch anderes Potential. Du könntest Dich innerlich zerissen fühlen und mit Dir unzufrieden sein, weil Du schon wieder aus blindem Gehorsam Regeln gefolgt bist, die auf die aktuelle Situation nicht zutrafen (falls gerade kein Verkehr auf der Strasse war).

Du stellst den Sinnzusammenhang her. Immer. Irgendeinen. Mache Dir bewußt, in welchen Sinnzusammenhang Du Dein Handeln bis jetzt stelltest und in welchen Du es in Zukunft stellen willst.

Und: Das Gefühl von Sinn hängt eng mit Deinem inneren Wertesystem zusammen. Es lohnt sich, zu forschen: Was tue ich warum? Was sehe ich darin für einen Sinn?