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Partnerschaft und eigene Entwicklung

Lebst Du in einer Partnerschaft? Schon lange? Und wie geht es Dir damit? Ist eigene Entwicklung in einer Partnerschaft möglich oder muß sie daran zerbrechen?

Falls Du mit einem Mann zusammenlebst: Ich schreibe im folgenden meist der Einfachheit halber „Partnerin“, statt „Partner oder Partnerin“.

Miteinander sprechen – sich einfühlbar machen

Bernhard Ludwig verweist in seinem Film „Anleitung zur sexuellen Unzufriedenheit“ auf Untersuchungen , die Erschreckendes ergeben haben: Ein „normales“ deutsches Paar spricht täglich im Durchschnitt 5 Minuten miteinander.

Wenn Du jetzt glaubst, das sei bei Dir ganz anders, dann ziehe von Euren Gesprächen einmal die Zeit ab, in der Ihr über „technische“ Dinge sprecht, zur Klärung oder Organisation des Haushaltes. Rechne nur die Zeit, in der Ihr Euch wirklich begegnet, Euch Eure Gefühle zeigt.

Auch wenn es dann immernoch mehr als 5 Minuten sind. Erinnere Dich einmal an die Zeit zurück, wo Ihr Euch kennenlerntet. Da habt Ihr wahrscheinlich stundenlang darüber gesprochen, wer Ihr seid, was Euch bewegt, wie es Euch geht … Und jetzt? Was weißt Du wirklich darüber, wie es Deiner Partnerin in Ihrem Alltag geht, was sie bewegt, wovon sie träumt?

Natürlich stehen im alltäglichen Leben auch andere Dinge auf dem Plan. Aber: Was ist Dir wirklich wichtig? Vieleicht kennst Du ja aus dem Beruf diese Einteilung in verschiedene Prioritäten – wichtig und dringend, nicht wichtig und dringend, wichtig und nicht dringend, nicht wichtig und nicht dringend. – Oft neigen wir ja dazu, die Dinge, die dringend sind zuerst zu erledigen. Und die, die „nur“ wichtig sind, zurückzustellen.

Im Beruf wissen wir, wie wichtig es ist, auch immer wieder Zeiten für die wichtigen aber nicht dringenden Dinge einzuplanen, strategische Überlegungen zum Beispiel.

Und wie sieht es in der Partnerschaft aus? Ist es besser, darauf zu warten, bis es dringend wird? Bis sich vieleicht ein Partner so sehr unverstanden fühlt, daß er ausziehen möchte?

Durch regelmäßigen Austausch, erfahren Partner voneinander, wo sie gerade stehen, wie sie sich fühlen. Und durch dieses Einfühlen kann Beziehung entstehen oder erhalten bleiben.

Ein gutes Mittel, miteinander ins Gespräch zu kommen, sind die von Michael Lukas Moeller verbreiteten Zwiegespräche. Mehr dazu kannst Du in seinem Buch Gelegenheit macht Liebe» lesen,
oder im Beitrag der Paarschule Dresden».

Eine genügend gute Selbstbeziehung

Als Partner sind wir in der gemeinsamen Entwicklung voneinander abhängig. So, wie das schwächste Glied bestimmt, wie belastbar die Kette ist, hängt die Entwicklung der Partnerschaft von der Entwicklung jedes einzelnen Partners ab.

Und damit nicht genug. Jeder Partner kann sich auch nur soweit entwickeln, wie es die Partnerschaft zuläßt. Das heißt: Die Entwicklung des einen Partners hängt sehr eng von der Entwicklung des anderen Partners ab.

Deshalb besteht in der Partnerschaft nicht nur das Recht, sich selbst weiterzuentwickeln, sondern geradezu die Pflicht!

Eine Partnerschaft lebt von den Fähigkeiten beider Partner

* die eigenen Wünsche und Bedürfnisse zu spüren und auszudrücken

* die Bedürfnisse des anderen als berechtigt anzuerkennen

* eigene Verhaltensweisen, Gedanken und Gefühle zu hinterfragen

Alles Fähigkeiten, die eine genügend gute Selbstbeziehung voraussetzen. Und für die wiederum ist jeder selbst verantwortlich.

Mit anderen Worten:
Für eine wirklich lebendige Partnerschaft ist die eigene Entwicklung jedes Partners nicht nur möglich, sondern regelrecht notwendig.

Also pack es an. Und tauscht Euch regelmäßig über Euren Stand aus!!!