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Männerblick oder Frauenblick

„Kann es sein, dass es so etwas wie einen Männerblick gibt?“ wurde ich neulich von einem meiner Beratungsklienten gefragt.

Er hatte berichtet, es gäbe Tage, da wäre sein Blick entweder nur auf Männer oder nur auf Frauen gerichtet. Das Zeigt sich so: Mit “ Männerblick“ nimmt er vor allem die Männer wahr, die Frauen rücken in den Hintergrund. Spricht er mit einem Paar, richtet er sich vor allem an den Mann. Seine Gefühle, Zuneigung oder Abneigung, richten sich auf die Männer, Frauen sind in diesen Momenten Nebensache. Beobachtet er auf dem Arbeitsweg die Menschenmenge, interessiert ihn vor allem, wie es den Männern geht.

In Momenten mit „Frauenblick“, ist es genau andersherum. Da scheint es nur die Frauen zu geben und die Männer werden zum nebensächlichen Beiwerk.

Ich fand seine Schilderung interessant. Dieses Phänomen kenne ich auch selbst. Es gibt Momente, da ist die Aufmerksamkeit “ geschlechtsspezifisch“ gerichtet. Das umschalten von „Männerblick“ auf „Frauenblick“ gelingt da relativ einfach, der alle umfassende „Menschenblick“ stellt sich jedoch nur mit Mühe ein.

Kennst du das auch?
Achte einmal bewusst auf deine Wahrnehmung.

Mancher Mann in meiner Beratung läuft überwiegend mit „Frauenblick“ herum. Die Aufmerksamkeit vorzugsweise auf Frauen gerichtet. Entweder ist er freundschaftlich interessiert, sagt, er käme vor allem mit Frauen gut zurecht. Oder er sucht ständig das Knistern und will Frauen gefallen oder sie anmachen.
Was dabei auf der Strecke bleibt ist die Wahrnehmung von Männern, der Kontakt zu Männern und damit oft auch der Kontakt zur eigenen männlichen Kraft und Energie.

Manchmal vergebe ich dann die Aufgabe, den „Männerblick“ zu trainieren, also bewusst zu üben, die Männer im Umfeld und das was sie bewegt, wahrzunehmen. Sich bewusst mit den Männern zu verbinden. Damit rücken dann oft auch die eigenen Bedürfnisse und Möglichkeiten besser in den Blick.

Für manchen Mann ist es allerdings auch angesagt, einmal den “ Frauenblick“ zu üben.

Wie ist das bei dir?
Kennst du das Phänomen?
Was überwiegt bei dir – Männerblick oder Frauenblick?

1 Kommentar

  1. Auch wenn es in dem o.g. Beitrag erklärt wurde was mit einem Frauenblick gemeint ist, ist der Begriff falsch. Ein Mann kann doch keinen Frauenblick haben, weil er ein Mann und keine Frau ist. Ein Mann kann nur einen Männerblick haben, egal wenn er gerade betrachtet. Nach dieser Logik müßten wir dann einen Kinder-, Auto- oder Hundeblick haben.

    Jan

Kommentare sind geschlossen.