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Kämpfen und Lieben

kaempfenlieben.jpgvon Anselm Grün

Wo findet man heutzutage Rollenvorbilder für Männer? Anselm Grün findet sie – was für einen Benedektiner-Mönch nicht verwundert – in der Bibel und stellt uns in seinem Buch 18 Archetypen (in Anlehnung an C.G: Jung) vor.

Er schilderte sie in biblisch-chronologischer Reihenfolge, beschränkt sich dabei aber nicht auf biblisch-theologische Deutungen, sondern greift auch psychologische Erklärungen auf, um Deutungen der Männer und ihrer Verhaltens- und Lebensweisen zu ermöglichen.

Dabei kann der Leser die Reihenfolge selbst bestimmen, in der er die Beschreibungen der einzelnen Männerbilder liest und mit denen anfangen, die ihn am meisten ansprechen: Mann und Frau (Adam), Der Pilger (Abraham), Der Vaterlose (Isaak), Der Vater (Jakob), Der Magier (Josef), der Führer (Mose), Der Krieger (Simson), Der König (David), Der Liebhaber (Salomo), Der Märthyrer (Jeremia), Der Prophet (Elija), Der leidende Gerechte (Ijob), Der Schelm (Jona), Der Fels (Petrus), Der Missionar (Paulus), Der wilde Mann (Johannes der Täufer), Der Freund und alte Weise (Johannes) oder Der Heiler (Jesus)

Wichtig ist Grün, dass es keine perfekten Vor- oder Idealbilder sind, die er als Archetypen darstellt, sondern dass alle diese Männer auch ihre Schwächen oder unliebsamen Charakterzüge haben und Mann so auch in der Reibung an Ihnen wachsen und seinen Weg finden kann.

Es wird heutzutage keinen Mann geben, der sich vollkommen in einem der Archetypen wieder findet. Allein die Zeit und unsere veränderten Gesellschaftsformen zwingen uns zur Übertragung. Dennoch oder gerade dadurch kann Mann sowohl für sein Privatleben als auch für das Berufsleben interessante Erkenntnisse über sich selbst und seine Mitmänner gewinnen – und auch in Ansätzen darüber, was Frauen wohl an Männern mögen könnten.

Mit der Frage der Unterschiede zwischen den Geschlechtern tue ich mich immer etwas schwer. Anselm Grün vertritt hier ein für meinen Geschmack etwas traditionelles Rollenbild, unterscheidet sich aber darin auch nicht von anderen Autoren wie z.B. Steve Biddulph in „Männer auf der Suche“.

Es geht nicht darum, der perfekte Mann zu sein oder zu werden, sondern darum, das Leben mit all seinen Gefahren, Krisen, Verletzungen zu wagen und zu meistern – zu kämpfen wo es sein muss und zu lieben wo man kann. Dazu liefern die 18 Archetypen immer wider Anstöße.

Mann findet in ihnen Wege, die man ebenfalls gehen kann und möchte oder die man bewusst nicht gehen will. Man findet keine Rezepte, wie Mann zu dem einen gerade erstrebenswerten Ziel kommt, aber doch Ansatzpunkte für einen Aufbruch oder zumindest für einen Dialog über das eigene Mannsein und die Rolle als Mann. Dieses kann ein innerer Dialog sein, einer unter Männern, mit Freun/innen oder auch einer mit dem Partner oder der Partnerin.

Gastrezension von
Christoph Schmidt, Kaiserslautern, Mann auf der Suche 😉

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