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Geistige Hygiene

Womit fütterst Du Deinen Geist?

Wie es in den Wald hineinruft, so schallt es wieder heraus! – Das gilt nicht nur für den Umgang mit anderen, sondern auch mit sich selbst.

Was das heißt?
Wer sich jede Katastrophenmeldung dreimal ansieht, ständig Gespräche über die neuesten Krankheiten oder die schlechte Politik führt und sich am Volkssport *Haare-in-der-Suppe-finden* beteiligt, wird kaum vor Optimismus und Lebensfreude sprühen.

„Aber man muß sich doch realistisch informieren, die Welt ist nun einmal so!“ hör ich da einige sagen.

Natürlich! – Zum Informieren reicht jedoch auch, einmal täglich Nachrichten zu schauen und den aktuellen Polizeibericht in der Zeitung kann man überspringen. Das Schwelgen in *Krankheitsgesprächen* hat mit Information oder gesunder Lebensweise auch nicht viel zu tun. Und wie das mit der *Realität* so aussieht, beschreibt der Wissenschaftler Paul Watzlawick in seinem Buch Wie wirklich ist die Wirklichkeit » sehr anschaulich:

Unsere Wahrnehmungsfähigkeit ist begrenzt und wir selektieren ständig, was wir als wichtig erachten, was in unser Weltbild paßt und was nicht. Was uns nicht gefällt, blenden wir aus, werten es ab und sortieren es aus. Und damit arbeiten wir immerfort an einem Bild, daß wir für *die Wirklichkeit* halten.

Würden wir die Kriterien für dieses interne Sortierverfahren einmal ändern, sähe *unsere Welt* auf einmal völlig anders aus, wie in einem anderen Licht.

Für den Umgang mit sich selbst heißt das: Wer das Gefühl hat, die Welt sei schlecht, das Leben schwer und alles Wertvolle würde gerade zerbrechen, kann das ändern!

Weniger durch Kampf gegen die Verhältnisse, als vielmehr durch Veränderung dessen, was er sich zuführt – durch bewußtes Wahrnehmen der aufbauenden und positiven Nachrichten.

Zum Beispiel könnte man ja:

* statt dreimal täglich die Fernsehnachrichten mit allen Katastrophenmeldungen anzusehen, ein Video zum Thema Selbstentwicklung, Motivation oder gesunde Lebensweise anschauen.

* dem Nachbarn, der ein Gespräch über seine Krankheiten beginnen will, erzählen, welche Freude man hat, den eigenen Kindern oder der Natur beim Wachsen zuzuschauen.

* abends vor dem Schlafengehen die Gedanken darüber, wie schief doch heute alles lief, unterbrechen und in einem (Erfolgs-)Tagebuch >> all das festhalten, was tagsüber gelungen und erfolgreich gelaufen ist.

Es geht um die Bilder, die wir in unserem Kopf haben. Und die produzieren wir selbst durch unsere Gedanken und das, womit wir uns beschäftigen.

Sind die inneren Bilder überwiegend aufbauend, fühlen wir uns überwiegend wohl. – Wie die Saat, so die Ernte. – Wer Horrorbilder in seinem Geist sät und züchtet, wird Lebensangst und Depression ernten. Wer aufbauende Bilder *anbaut*, erntet über kurz oder lang Lebensfreude, Optimismus und Weltvertrauen.

Fragen:

* Womit fütterst DU Deinen Geist?

* Welche Einstellungen, Gefühle oder Lebensansichten möchtest Du ernten?

* Was mußt Du dafür in Deinen Geist säen?