1 Männerabend: “Von der Hebamme bis zur Heimbürgin”
2 DU oder ICH
3 Das Buch “Bis ich Dich finde”
4 Übung: Neugier
5 Was sonst noch los ist
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MannKomm - Newsletter
Nr. 24 vom 26.02.2006
Für Männer.
ISSN 1613-6926
http://www.mannkomm.de >
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Hallo Männer,
habt Ihr schon Frühlingsgefühle? – Etwas Zeit ist ja noch, aber der
Frühling naht schon mit Riesenschritten…
Wer möchte, kann seine Frühlingsgefühle thematisieren, beim Männerabend
“Frauen in meinem Leben” – wobei das natürlich nicht das einzige Thema
dort sein wird. Nicht umsonst heißt der Abend “Von der Hebamme bis zur
Heimbürgin”.
Außerdem geht es im heutigen Newsletter um die Wahrheit – und auch um
Konkurrenz und Neugier.
Viel Freude beim Lesen!
Thomas H. Lemke
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INHALT heute:
1 Männerabend: “Von der Hebamme bis zur Heimbürgin”
2 DU oder ICH
3 Das Buch “Bis ich Dich finde”
4 Übung: Neugier
5 Was sonst noch los ist
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1 Von der Hebamme bis zur Heimbürgin – Frauen in meinem Leben
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So heißt der Titel des Männerabends am Frauentag: Die Frau, die uns zuerst
berührt (nach der Mutter) und die Letzte. – Welche Frauen berühren uns
dazwischen, körperlich und seelisch? – “Möglichst viele”, hör ich da
sagen – oder auch: “Mir reichts, ich hab die Nase von Frauen voll!”
Zum Männerabend am Frauentag werden wir uns nach einer kurzen spritzigen
Einführung über Berührendes Austauschen – Schönes, Unangenehmes, Störendes,
Interessantes.
In der lockeren Runde kann jeder soweit mitmachen, wie er möchte: Diskutieren,
sich streiten, zuhören oder auch einfach leichte Konversation pflegen – über
Irgendwas, oder über die Frauen in seinem Leben…
Um besser planen zu können, bitten wir um Anmeldung!
Hier kannst Du den Flyer zum Männerabend am 8.März mit Adresse des Lokals und
Anmeldemöglichkeiten herunterladen:
http://www.mannkomm.de/letter.html?news=141
Und hier geht’s zu den Männerabenden auf der MannKomm-Homepage:
http://www.mannkomm.de/letter.html?news=132
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2 DU oder ICH
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Wenn Einer sagt “Das ist so!” – und ein Anderer “Nein eben nicht. Sondern so!”,
dann hört sich das nach Streit an. Streit entwickelt oft eine Dynamik, welche
die verschiedenen Meinungen verschärft, verhärtet und geradezu
unversöhnlich darstellt.
Streiter streiten oft um die Wahrheit, um das, was absolut und objektiv
richtig ist. Wer sich nah an dieser objektiven Wahrheit glaubt, fühlt sich
sicher und im Recht.
Wie sehr man sich damit auf dünnem Eis bewegt, ist nicht neu. Schon Paul
Watzlawicks Buch “Wie wirklich ist die Wirklichkeit” stellt unsere Fähigkeit,
eine objektive Wahrheit zu erkennen in Frage. Der Film “What the Bleep do we
know” von Regisseur William Amtz (2004) bringt das Thema auch in die Kinos.
Anhänger der im Umfeld von Beratung/Therapie/Philosophie als “Konstruktivismus”
bezeichneten Gedanken meinen sogar, es lohne sich gar nicht, darüber zu streiten,
was objektiv wahr wäre.
Wir alle schaffen uns unsere eigene Wirklichkeit. Wir hören Anderes, als andere,
wir sehen nur, was wir sehen wollen … unsere inneren Filter sortieren aus den
Reizen, mit denen wir ständig überflutet werden, ununterbrochen aus. – Und
da sie bei jedem Menschen anders arbeiten, verschieden konfiguriert sind, halten
wir auch ganz unterschiedliche Sachen für geschehen oder nicht geschehen, für wahr
oder falsch.
Darüber kann man ewig debattieren, kann es gut oder schlecht finden und versuchen,
auf gewundenen Wegen nun doch noch DAS EINE zu finden.
Oder man lässt es praktisch: Wenn wir uns gern streiten, lohnt es sich, zu
behaupten, wir allein wüssten, was richtig ist. Wenn uns an einem auskömmlichen
Verhältnis zu unseren Mitmenschen gelegen ist, scheint es hilfreicher zu sein,
zu hinterfragen, neugierig zu sein und uns zu einigen.
Dann könnte der Dialog zum Beispiel so aussehen: Der Eine: “Das ist so!”
Der Andere: “Aha, so siehst Du das? Nach meiner Ansicht ist das anders, aber
erzähl doch einmal, wie Du zu Deiner Ansicht kommst.”
Daraus kann ein Dialog entstehen, der beide bereichert (nämlich um die Wahrnehmungen
des Gesprächspartners), der Vertrauen schafft und Offenheit.
Und selbst wenn Differenzen bleiben (“Ich verstehe immer noch nicht, was Du meinst”)
lässt sich auf dem Grund dieses Austausches eine Vereinbarung errichten, wie miteinander weiter verfahren werden soll (“Du siehst es so und ich sehe es so. – Was können wir
jetzt tun um beiden Ansichten gerecht zu werden?”).
Deins ODER Meins. – Du ODER ich. – Das ist anstrengend, zerstört Bindungen und Vertrauen.
Deins UND Meins. – Kann Bereicherung und Entspannung bringen – bedarf allerdings eines
offenen Austausches.
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3 Buch: “Bis ich dich finde” von John Irving
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Ein Roman über einen fehlenden Vater, eine (zu)starke Mutter, einen Jungen auf der Mädchenschule in merkwürdigem Milieu…
zur Rezension:
http://www.mannkomm.de/letter.html?news=140
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4 Übung: Neugier
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Die Übung könnte auch “Bewusstseinserweiterung” heißen. Du kannst eine
weitere Ansicht (oder Einsicht) in Dein Bewusstsein aufnehmen.
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Im Gespräch äußert Dein Gegenüber seine Meinung zu einem beliebigen Thema.
Deine Bewertung bewegt sich dabei zwischen "lächerlich" und "völlig absurd".
Statt diese Bewertung sofort mit den entsprechenden Worten bekanntzugeben,
fragst Du:
"Wie meinen Sie das?"
Und falls Du es aushälst, Deine eigene Meinung noch eine Weile für Dich
zu behalten, fragst Du weiter?
"Und wie kommen Sie zu dieser Meinung?"
>>>< <<
Kleiner Tipp:
Diese Fragen eignen sich auch hervorragend, um auf unerwartete verbale
Angriffe zu reagieren. Sie zwingen den Anderen, sein Anliegen genauer zu
formulieren und verschaffen Dir Zeit, Dich zu sammeln und Deine Gedanken
zu sortieren.
Außerdem besteht die Chance, dass Ihr Euch aufeinander zu bewegt: Du verstehst
vieleicht etwas mehr beim Zuhören und Dein Gegenüber muss sich Gedanken über
Dich machen, um sich für Dich verständlich darzustellen. Dabei beschäftigt Ihr
Euch mit der (Gedanken-)Welt des jeweils Anderen. - Das ist eine gute
Voraussetzung, sich näher zu kommen.
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5 Was sonst noch los ist
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In Dresden wird für den August ein Jungentag geplant. Wer daran mitwirken
möchte, kann sich schon jetzt bei Daniel Kindlimann von der Fachstelle für
Jungen- und Männerarbeit Dresden melden
Hier: mailto:kontakt@fsjum.de
Zur Homepage der Fachstelle geht's hier:
http://www.fsjum.de >


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